Beschreibung
Kleiner asiatischer Karpfenfisch, der Blaubandbärbling, der in den 1960er Jahren mit Fischimporten für die Aquakultur nach Europa kam. In Österreich ist er seit 1982 vorhanden und hat sich im Neusiedler See massenhaft vermehrt. Er ist ein besorgniserregender Eindringling, weil er mit heimischen Fischen konkurriert und einen gefährlichen Parasiten trägt.
Erkennungsmerkmale
Nach oben gerichtetes Maul, schlanker, an den Enden verjüngter Körper, dunkler halbmondförmiger Fleck am Hinterrand jeder Schuppe und dunkelblaues Band vom Kiemendeckel bis zum Schwanz. Jung kann er an den Ukelei oder die Elritze erinnern, aber das Band und die markierten Schuppen unterscheiden ihn.
Aussehen
Torpedoförmiger Körper, bis etwa 9 cm lang. Oberständiges Maul und dunkles Seitenband; bei den laichenden Männchen ändern sich die Farbtöne. Anders als bei vielen Karpfenfischen sind die Männchen im Durchschnitt größer als die Weibchen.
Lebensraum und Verhalten
Sehr anpassungsfähig: Teiche, Seen, Kanäle und große Flüsse wie die Donau. Er bevorzugt stehende, vegetations- und nährstoffreiche Gewässer und meidet starke Strömung. Er lebt im Schwarm in flachen Bereichen und am Ufer.
Verbreitung
Ursprünglich aus Ostasien (Jangtse, Amur). In den 1960er Jahren in Rumänien, 1970 in Ungarn und 1982 in Österreich eingeführt, inzwischen in ganz Europa verbreitet. Er ist eine invasive gebietsfremde Art.
Gefährdungsstatus
IUCN: nicht gefährdet (LC). Rote Liste Österreichs: nicht bewertet (NE, exotische Art). Invasive gebietsfremde Art von unionsweiter Bedeutung (VO (EU) 1143/2014).
Verwechselbar mit
Ukelei, Elritze und andere kleine Karpfenfische: Der Blaubandbärbling hat ein oberständiges Maul, ein blaues Band und Schuppen mit halbmondförmigem Fleck.
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