Beschreibung
Kleine Grundel mit röhrenförmigen Nasenöffnungen, die Marmorgrundel. Früher galt sie als Synonym von P. marmoratus, ein Name, der in den österreichischen Listen noch erscheint. In der Donau und im Neusiedler See breitet sie sich flussaufwärts bis nach Oberösterreich aus.
Erkennungsmerkmale
Von der Schwarzmundgrundel und den anderen Grundeln unterscheidet sie sich durch das Röhrchen, das die Nasenöffnungen verlängert und in Österreich etwa 1 mm lang ist. Nur Nacken und oberer Teil des Kiemendeckels sind beschuppt, und sie hat zwei Rückenflossen. Die Bauchflossen bilden eine Saugscheibe.
Aussehen
Zylindrischer Körper mit abgeflachtem Bauch, ohne Schwimmblase. Rücken gelbbraun mit dunklen Flecken und Bauch cremefarben oder weiß. Die Bauchflossen sind zu einer Saugscheibe verwachsen. Das Männchen bewacht das Nest.
Lebensraum und Verhalten
Bodenfisch flacher Gewässer (weniger als etwa 5 m) mit langsamer Strömung und reicher Vegetation, mit vielen Verstecken. Er verträgt sehr niedrige Sauerstoffgehalte. Das Männchen verteidigt das Nest unter Steinen oder Baumstämmen.
Verbreitung
Ursprünglich aus dem Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres und einem Teil der Ägäis, in der Donau vom Delta bis zur March; hat dann die Donau bis nach Oberösterreich besiedelt. Sie ist in Nordamerika und in Teilen Mittel- und Westeuropas invasiv.
Verwechselbar mit
Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus) und andere pontokaspische Grundeln: Die Marmorgrundel hat röhrenförmige Nasenöffnungen und nur Nacken und Kiemendeckel beschuppt.
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